Umwelt
Sartorius hat die Ambition, die Umweltauswirkungen der Life Science- und Pharmaindustrie zu reduzieren. Unsere Lösungen tragen dazu bei, den Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauch zu verringern und gleichzeitig die Reinraumfläche effizienter zu nutzen.
Zusätzlich arbeiten wir daran, unseren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, indem wir uns auf Emissionen, Abfallreduzierung und Initiativen zur Kreislaufwirtschaft konzentrieren.
Klimaschutz
Als Partner der biopharmazeutischen Industrie verursachen wir vergleichsweise geringe Emissionen. Zugleich sehen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und verfolgen das Ziel, bis 2045 entlang der gesamten Wertschöpfungskette Netto‑Null‑Emissionen zu erreichen.
Unsere Ambition bis 2045: Vollständige Dekarbonisierung der Geschäftsaktivitäten
Als mittelfristiges Klimaziel für die Scopes 1 und 2 hat sich Sartorius ein absolutes CO₂eq‑Reduktionsziel gesetzt: Die Emissionen sollen bis 2030 um 42 % gegenüber dem Basisjahr 2022 sinken, was einer jährlichen Reduktion von rund 5,4 % entspricht. Diese Zielsetzung steht laut SBTi im Einklang mit dem 1,5‑Grad‑Ziel der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen.
Mittelfristige Ambitionen bis 2030
- Jährliche Reduktion der absoluten CO₂eq-Emissionen um durchschnittlich 5,4 %
- Senkung der Scope‑1- & Scope‑2‑Emissionen um 42 %
- 56,6 % Intensitätsreduktion der Scope‑3‑Emissionen
- Ziele sind durch die SBTi validiert, Scope‑1 & 2 Ziel entspricht der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5‑Grad
In enger Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern entlang der Wertschöpfungskette haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen zur Emissionsreduzierung eingeleitet. Dazu gehören z.B. der Bezug von elektrischem Strom aus erneuerbaren Quellen, die Umstellung von Luft- auf Seetransport, die Reduzierung von Geschäftsreisen und die Einführung von Ökodesign bei Produkten und Verpackungen - insbesondere im Hinblick auf die Verwendung von CO2-intensiven erdölbasierten Kunststoffen.
Etwa 89 % der Gesamtemissionen von Sartorius stammen aus indirekten CO2-Äquivalenten, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen, sowohl vorgelagert als auch nachgelagert. Für diese Scope-3-Emissionen hat Sartorius, unter Annahme eines anhaltendem Unternehmenswachstum, als Intensitätsziel festgelegt, die Emissionen bis 2030 um 51,6 % im Vergleich zum Basisjahr 2022 zu senken. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Reduktionsrate von 8,7 %.
Was sind Scope 1, 2, und 3 Emissionen?
Die Emissionen in Scope 1 sind direkte Emissionen. Sie resultieren aus der Nutzung fossiler Brennstoffe zur Erzeugung von Wärme und Strom an unseren Standorten oder aus Prozessemissionen.
Die Umstellung auf erneuerbare Energien an unseren Standorten wird einen großen Einfluss auf die Reduzierung der Scope-1-Emissionen haben. Prozessemissionen, die bei der Herstellung unserer Membrane entstehen, sind nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht vermeidbar.
Indirekte Emissionen im Rahmen von Scope 2 entstehen bei der Erzeugung eingekaufter Energie, insbesondere von Strom.
Wir arbeiten daran, wo immer möglich, auf emissionsfreie Energie aus erneuerbaren Quellen umzusteigen. Der Erfolg dieser Bemühungen hängt von der Verfügbarkeit erneuerbarer Energie an unseren weltweiten Standorten ab.
Die Emissionen in Scope 3 entstehen entlang der Wertschöpfungskette. Vorgelagerte Emissionen umfassen CO2eq im Zusammenhang mit gekauften oder erworbenen Waren und Dienstleistungen. Nachgelagerte Emissionen beziehen sich auf Emissionen, die durch die Nutzung und Entsorgung unserer verkauften Produkte und Dienstleistungen entstehen.
Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern entlang der Wertschöpfungskette arbeiten wir an der Reduktion dieser, bis hin zur vollständigen Dekarbonisierung in 2045.
Ressourcen und Zirkularität
Sartorius hat sich verpflichtet, die Ressourceneffizienz zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft entlang der Wertschöpfungskette voranzutreiben. Zu den Schwerpunkten gehören Ökodesign, die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffe, die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Produkten und die Vermeidung von Deponieabfällen.
Weitere Informationen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2025 unter „Kreislaufwirtschaft “.
Wasser und Abwasser
Bei Sartorius wird Wasser hauptsächlich für die Herstellung und Modifikation von Membranen verwendet. Die Herstellungsprozesse sind so optimiert, dass der Einsatz von Spülwasser minimiert wird. Organische Lösemittel werden aufbereitet und größtenteils recycelt.
An den relevanten Verbrauchsstandorten wie Göttingen und Yauco sind Destillationsanlagen installiert, die einen nahezu geschlossenen Lösemittelkreislauf gewährleisten sollen. Darüber hinaus verfügen die Standorte Yauco und Bangalore über ein Zisternensystem, das gesammeltes Regenwasser nutzbar macht.
Weitere Informationen finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2025 unter „Umweltverschmutzung“.