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Sartorius AG
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Pressemitteilung

Sartorius, Stadt Göttingen und Heinz Sielmann Stiftung schaffen 16 Hektar großes Biotop in Göttingen

Göttingen, 02. Februar 2021

  • Fläche am Kiessee wird zu Feuchtbiotop umgestaltet
  • Neuer Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere entsteht
  • Erlebnis- und Beobachtungsmöglichkeiten für Naturbegeisterte
  • Sartorius stellt über eine Million Euro zur Verfügung

Auf Initiative des Life-Science-Unternehmens Sartorius und unter Koordination der Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt entsteht bis Herbst 2021 ein vielfältiges Feuchtbiotop südlich des Flüthewehrs, in Nähe zum Naherholungsgebiet Kiessee. Die Stadt Göttingen stellt für das Projekt eine etwa 16 Hektar große Fläche an der Leine zur Verfügung, die bisher überwiegend durch eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung geprägt war. Ein Teil der Fläche befindet sich auf Kreisgebiet. Die Leine teilt das Areal in zwei gleichmäßige Abschnitte, die einen ökologisch vielfältigen Lebensraum für seltene und gefährdete Tiere wie Amphibien und Vögel bieten sollen. Im Rahmen der Maßnahmenumsetzung werden in enger Zusammenarbeit mit dem Leineverband unter anderem ein Weichholz-Auwald, Flutrinnen, Mulden und Senken als Elemente des Auenreliefs, mehrere Flachwassertümpel, Weiher und extensives Grünland geschaffen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ein Vogelbeobachtungspunkt und ein Erlebnisweg geplant. Sartorius übernimmt sämtliche Kosten in Höhe von über einer Million Euro.

Die Schaffung dieses Naturraums erfolgt im Rahmen von weiteren Nachhaltigkeitsprogrammen des Konzerns. So hat Sartorius zum Beispiel jüngst an seinem Standort Yauco in Puerto Rico ebenfalls ein umfangreiches Biodiversitätsprojekt realisiert. Mit der Heinz Sielmann Stiftung arbeitet das Unternehmen bereits länger zusammen, so auch bei der naturnahen Gestaltung seines Campus in Göttingen.

Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius, sagt: „Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren einer unserer zentralen Unternehmenswerte. Dazu gehören neben einer auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie auch Maßnahmen zum Schutz und Erhalt unserer natürlichen Ressourcen. Als wir vor gut einem Jahr gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung mit dieser Idee auf die Stadt Göttingen zugegangen sind, haben wir sofort viel Unterstützung erfahren, insbesondere von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler persönlich. Ohne diese Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich. Ich freue mich sehr auf die baldige Entstehung des Biotops und hoffe, dass sich die vielen Naturliebhaber in Göttingen und der Region daran erfreuen werden.“

Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, betont: „Naherholung, Umweltbildung und Naturschutz finden im zukünftigen Feuchtbiotop an der Leine wunderbar zusammen. Dass die Firma Sartorius sich hier so engagiert, ist für Göttingen ein echter Glücksfall und kann nicht genug geschätzt und gewürdigt werden.“ Die Stadt unterstütze das Projekt, indem sie Abstimmungen beispielsweise mit der Landwirtschaft, den Behörden des Landkreises Göttingen, insbesondere auch der Gemeinde Rosdorf, koordiniert und durchführt. Vom Fachministerium hat die Stadt die Zuständigkeit für das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren übertragen bekommen. „Schon jetzt freue ich mich auf die Einweihung im Herbst“, so der Oberbürgermeister. 

Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, sagt: „Dieses Biotop wird eine Oase aus Menschenhand, mit dem wir aktiv etwas gegen den Artenrückgang tun. Das Projekt zeigt wie Gebietskörperschaften, private Unternehmen und gemeinnützige Institutionen wie die Heinz Sielmann Stiftung Hand in Hand für den Schutz der Natur zusammenarbeiten. Uns freut besonders, dass wir hier in der Region Göttingen wirksam werden können, der wir uns durch den Stiftungssitz in Duderstadt besonders verbunden fühlen. Initiative und Engagement von Joachim Kreuzburg haben uns als Naturschutzstiftung überzeugt, uns hier einzubringen. Mit der Unterstützung durch Sartorius wurde die Entwicklung des Biotops erst ermöglicht. Wir danken im Namen des Naturschutzes, denn dieses Engagement für die Biologische Vielfalt ist keine Selbstverständlichkeit.“

Die Genehmigung für das Vorhaben durch die zuständige Untere Wasserbehörde wird demnächst erwartet. Noch im Februar soll mit Rücksicht auf Brutzeiten voraussichtlich vorzeitig mit den ersten Vorbereitungsmaßnahmen begonnen werden. Dabei wird besonders auf eine schonende Ausführung der Arbeiten geachtet. Mit der konkreten Planung und Umsetzung ist das Büro für Freiraumplanung aus Bevern/Forst beauftragt.

Die Eröffnung des Biotops ist für den Herbst 2021 geplant. Die Stadt Göttingen wird die Dauerpflege für das extensive Grünland übernehmen. Mittelfristig soll sich das Biotop bei möglichst geringen Eingriffen auf natürliche Weise entwickeln können.